Papier: Herkunft und Verarbeitung
Papier und Karton werden für Notizblöcke, Kalender, Verpackungen und Broschüren verwendet. Je nach Artikel kommen Frischfasern, Recyclingfasern oder Mischungen zum Einsatz. Herkunft, Faseranteil, Verarbeitung und passende Nachweise sind für die Auswahl wichtiger als eine pauschale Materialbewertung.

Fragen bei der Papierauswahl:
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Welche Faserquelle und welcher Recyclinganteil sind angegeben?
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Liegen Herkunfts- oder Zertifizierungsnachweise zum Papier vor?
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Welche Anforderungen stellt der geplante Druck an Papier und Oberfläche?
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Sind Beschichtung, Klebstoffe oder andere Zusatzstoffe enthalten?
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Wie lange soll der Artikel verwendet werden?
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Welcher Sammel- und Entsorgungsweg ist für das fertige Produkt geeignet?
Papier ist nicht allein wegen seiner Herkunft aus Pflanzenfasern umweltfreundlich. Für konkrete Produkte sollten Faserquelle, Verarbeitung, Einsatz und Entsorgungsweg nachvollziehbar sein.
Papierarten und Faserquellen im Vergleich
1. Recyclingpapier
Recyclingpapier enthält aufbereitete Papierfasern. Der Anteil an Recyclingfasern und die Eignung für Druck oder Verpackung hängen vom konkreten Produkt ab. Pauschale Wasser-, Energie- oder CO₂-Einsparungen lassen sich ohne geeignete Vergleichsdaten nicht belegen.

Worauf Sie bei Recyclingpapier achten sollten:
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Recyclingpapier kann aus aufbereiteten Papierfasern hergestellt werden.
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Den Recyclingfaseranteil des konkreten Produkts angeben.
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Optik, Grammatur und Druckeignung je Papier prüfen.
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Klebstoffe, Beschichtungen und weitere Bestandteile mitberücksichtigen.
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Umweltvergleiche nur mit geeigneten Daten für das konkrete Produkt verwenden.
Typische Produkte:
Haftnotizen
Papiertaschen
Kalender
2. FSC-zertifiziertes Papier und Karton
FSC steht für Forest Stewardship Council. Je nach Kennzeichnung können Papierfasern aus zertifizierten Wäldern, Recyclingmaterial oder kontrollierten Quellen stammen. Eine FSC-Aussage für einen Werbeartikel muss zur Kennzeichnung des konkreten Produkts und zur zertifizierten Lieferkette passen.

FSC-Kennzeichnung richtig einordnen:
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FSC-Kennzeichnung des konkreten Papiers oder Kartons prüfen.
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FSC-Labeltyp und zertifizierten Bestandteil richtig benennen.
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FSC-Standards enthalten Anforderungen an Waldmanagement und soziale Aspekte.
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Druckeignung, Grammatur und Verarbeitung für den Einsatzzweck vergleichen.
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Zertifizierungsnachweis und Nutzungsregeln für die Werbeaussage beachten.
3. Samenpapier – Werbung, die wächst
Samenpapier kombiniert Papier mit Saatgut. Faserquelle, Saatgutsorte, Druckfarben und Keimbedingungen unterscheiden sich je Produkt. Ob das Papier nach Gebrauch eingepflanzt werden kann und was daraus wächst, hängt von Material, Lagerung und Standort ab.

Bei Samenpapier vorab prüfen:
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Faserquelle und Recyclinganteil beim konkreten Samenpapier erfragen.
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Saatgutsorte, Herkunft und Eignung für den vorgesehenen Standort prüfen.
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Druckfarben und weitere Bestandteile des Produkts berücksichtigen.
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Für Mailings und Veranstaltungen sind verschiedene Formate möglich.
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Keimung hängt von Lagerung, Licht, Wasser und Boden ab.
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Aussagen zur Abbaubarkeit und Entsorgung nur mit Nachweis verwenden.
4. Graspapier, Algenpapier & andere innovative Faserstoffe
Neben Frischfaser- und Recyclingpapier werden Papiere mit Gras-, Algen-, Hanf- oder anderen Pflanzenfasern angeboten. Faseranteile und weitere Bestandteile unterscheiden sich je Produkt. Optik und Haptik können für die Gestaltung interessant sein; Umweltvorteile brauchen einen belegten Vergleich.

Materialangaben und Nachweise prüfen:
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Gras-, Algen-, Hanf- oder andere Pflanzenfasern können Papierbestandteile sein.
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Faseranteil und Herstellungsverfahren für das Produkt dokumentieren.
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Produktionsort und Transportweg nicht aus der Faserbezeichnung ableiten.
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Oberfläche, Farbe und Haptik je Papiermischung vergleichen.
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Umweltaussagen benötigen passende Nachweise und einen klaren Bezug.
Papier und Karton eröffnen viele Möglichkeiten für die Gestaltung von Werbeartikeln. Ob Recyclingfasern, FSC-gekennzeichnetes Papier oder besondere Pflanzenfasern passen, hängt vom konkreten Produkt und Einsatzzweck ab.
Wir unterstützen Sie dabei, Faseranteile, Herkunft und verfügbare Nachweise vor der Auswahl zu prüfen.


